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Wach werden in der Über-Lebenskampfgesellschaft

„Wer sich nicht bewegt,

spürt auch seine Fesseln nicht.“

Rosa Luxemburg

Was wir heute erleben, lässt sich vergleichen mit Katastrophen biblischen Ausmaßes; und wenn wir ehrlich sein wollen, so steht zu befürchten, dass wir direkt vor einer solchen Katastrophe stehen. Und was noch viel schlimmer ist, wir stehen davor mit offenen Augen und sehen trotzdem nicht, was auf uns zu kommt.

Wir wissen zwar eigentlich, dass Wachstum nicht unbegrenzt gesteigert werden kann und dass es nach dem Auf- auch den Abschwung gibt – ähnlich einem Baum, der zwar oft recht rasch in die Höhe wächst, doch irgendwann ist seine Maximalhöhe erreicht und von da an geht’s dann rückläufig. Was wir jedoch heute versuchen ist vergleichbar dem Turmbau zu Babel. Wir glauben, wir können unendlich viele neue Stockwerke aufeinandersetzen und nennen das dann Wachstum. Aber am Ende kommt der zu Fall, der letztendlich zu hoch hinaus wollte. Denn irgendwann brechen die Fundamente und Stützträger, wenn oben immer mehr Gewicht und Höhe drauf kommt. Wir haben unser gesamtes wirtschaftliches Denken und Handeln auf Zukunft und Wachstum aufgebaut. Wenn jetzt die Zukunft die Spitze des Turmes ist, so verliert sie immer mehr an Halt und droht einzustürzen. Ähnlich wie es dem gesamten Staatsgebilde hier bei uns geht. Immer weniger Arbeiter und Steuerzahler müssen immer mehr Empfänger bezahlen, müssen immer mehr Schulden zurückzahlen und bekommen gleichzeitig bei immer längeren Arbeitszeiten einerseits immer mehr zu tun, da man die Tätigkeiten mit immer weniger Menschen erzielen lässt und andererseits gibt es dafür immer weniger Geld. Das heißt, wir bekommen in der Breite immer weniger ausgezahltes Geld, und gleichzeitig steigen unsere Ausgaben, egal ob es für den Benzinpreis, die inzwischen notwendige Altersvorsorge oder Gemüse beim Händler ist.

Nennen könnte man das Ganze schlicht und ergreifend „Die Bedingungen unter den wir heute leben.“ Nur es bleibt keine Zeit mehr für Gejammer oder spitzfindige Karikaturen, jetzt geht es mittelfristig für alle ums Überleben. Und wer auch hier ein biblisches Gleichnis bemühen möchte: Gott ist dabei, die Gemeinschaft zu zerschlagen, die schon lange um das goldene Kalb tanzt. Das goldene Kalb ist heute nur nicht mehr ein aus Gold irgendwie gestaltetes Kunstwerk, sondern es ist das Geld, ähnlich dem schönen Satz: Geld regiert die Welt. Wir, das sind nicht nur die Aktionäre, die Geld aus den börsennotierten Unternehmen herausziehen wollen, sondern dass ist inzwischen das Handlungsprinzip, was sich inzwischen über den gesamten Globus erstreckt.

 

 

Was ich nicht mehr will:

Ich will nicht ständig mehr LKWs auf den Straßen, ich will nicht ständig mehr Umweltzerstörung, ich will nicht mehr unendlich lange Rechtsstreitigkeiten, egal ob es ums Asylrecht, Unterhaltsrecht

Ich will keine Schulen, die Kinder durch Leistungsdruck und Unterrichtsstoff kaputt machen

Ich will keine Reichen und keine Großindustrie, die trotz guten Einnahmen keine Steuern zahlen und gleichzeitig ihr Geld ins Ausland retten.

Ich will keine Leute, die sich auf Kosten anderer bereichern.

 

 

Was ich haben will:

Leute, die Verantwortung für sich, für andere, für die Umwelt und damit für die Zukunft übernehmen.

Leute, die Rücksicht nehmen und dadurch verhindern

 

 

Sorge dafür, dass du niemanden schädigst oder verletzt.

Bleibe gelassen und entspannt, besonders wenn es dir schwer fällt.

Entwickle Vertrauen in den Fluss des Lebens.

Gehe liebevoll mit dir und allen Lebewesen um.

Sei ehrlich zu dir selbst und zu deinen Mitmenschen.

Sei dankbar dafür, dass du leben darfst.

Sei zufrieden damit, was du hast.

Setze dich für Frieden und Friedfertigkeit ein.

Setze eine Grenze dort, wo etwas unerträglich wird.

Halte dich gesund im Körper wie im Geist.

Sorge dafür, dass du dich geistig lebenslang weiterentwickelst.

Liebe die Kinder und ehre die Älteren.

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