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Gesundheitsvorsorge

oder

Wie unsere Blickrichtung auf völlig falsche Schwerpunkte gelenkt wird

 

Woran denkt jemand, wenn das Stichwort „Vorsorge“ fällt? Zum Beispiel daran, dass man sein Geld so einsetzt, dass es für die Zeit des Altwerdens mehr sein wird als heute. Dass sich hinter dieser Thematik eine geheime Angst versteckt, ist allerdings den wenigsten bewusst.

Im Moment wird empfohlen, dass man sein Geld besonders in Betongold investiert: man solle sich zum Beispiel ein Eigenheim finanzieren oder Geld in Immobilien-Fonds stecken, da laut Aussage der Meinungsbildner und Werbemächtigen ja schließlich eine Wohnung ihren Wert nicht verliere und man in Zeiten billigen Geldes aufgrund des extrem niedrigen Leitzinses auf diesem Wege zumindest sein verdientes Vermögen mit der Zeit steigern – und wenn das nicht klappe – zumindest (er-)halten könne. Dass dies allerdings weitestgehender Unsinn ist, haben schon Hundertausende vor uns erlebt und dennoch werden  wohl auch zukünftig noch viele Menschen auf diese Tipps hereinfallen; denn eine Immobilie kostet immer Geld, auch wenn man seine Hypothekenschulden bei den Banken endlich beglichen hat: es gibt immer mal unerwartete Ausgaben für Reparaturen, ein Gebäude benötigt Renovierungen und vieles mehr. Aber auch, wenn man dies regelmäßig gewährleisten kann, irgendwann wird man alt und dann gilt es in vielen Fällen das Haus wieder zu verkaufen, um die Beiträge fürs Altersheim bezahlen zu können.

Aber nun mal weg vom Gesichtspunkt der finanziellen Vermögens-Vorsorge. Viel mehr verblendet werden wir von der Medienöffentlichkeit, wenn es um die reine gesundheitliche Vorsorge geht. Was kursiert da an Vorschlägen? Die Versicherer raten zum frühzeitigen Abschluss einer Berufsunfähigkeits-Rente, zur privaten Rentenvorsorge oder zu einer Unfall- wie auch Lebensversicherung. „Sorgen Sie vor!“

Ein anderer Wirtschafts-Zweig hat es auf eine andere Art der Angstmachung abgesehen. Die Gesundheits-Industrie empfiehlt das Impfen gegen alles Mögliche; von der Vogel- über die Schweine-bis zur normalen Grippe, vom Impfen gegen Gebährmutterhalskrebs bis wer weiß noch wohin. (Keiner sagt vorher allerdings laut, dass der größte Teil der Behinderten ein Opfer von Impfungen ist.)

Und dann sind da natürlich die Vorsorge-Untersuchungen. Schon während der Schwangerschaft geht’s los, dann geht’s weiter in der Kindheit und Jugendzeit bis hin zu flächendeckenden Krebs-Vorsorge-Untersuchungen. Aber was wird da eigentlich gemacht? Im Idealfall entdeckt man bei der Brustkrebsvorsorge im Mamma-Screening tatsächlich einen Tumor im Frühstadium, oder bei der Darmspiegelung bösartige Veränderungen und kann für eine umgehende Heilung durch frühzeitige Behandlung sorgen. Aber – wie dies in einer großen Schweizer Studie unlängst belegt wurde – läuft es in vielen Fällen andersrum: die Untersuchungen und die dadurch häufig ausgelösten Aktivitäten richten oft mehr Schaden an. Und nicht nur, dass es bei Patientinnen oft unnötige Ängste auslöst, sondern es kommt aufgrund von falschen Aktivitäten auf Seiten der „Gesundheitsanbieter“ (Ärzte, Klinken) oft auch noch zu unnötigen Eingriffen, die mehr Schaden als Heil bringen.

Fazit für alle diejenigen, die bis hierher folgen konnten: wir wurden durch jahrzehntelange sogenannte Gehirnwäsche regelrecht in eine komplett falsche Richtig dirigiert, was das Thema der privaten Vorsorge anbetrifft; denn Vorsorge sollte ja eigentlich dazu dienen, dass „das Kind nicht in den Brunnen fällt“. Das heißt, wir sollten den Fokus komplett neu ausrichten. Wenn wir Vorsorge betreiben wollen, dann sollten wir alles tun, um nicht krank zu werden, sondern gesund zu bleiben. Und dazu würde in erster Linie das gesunde Ernähren stehen, wobei man heute wohl fast eher sagen müsste: das Vermeiden von ungesunder und krankmachender Ernährung.

Dann käme der Sektor Bewegung. Der Mensch ist nachweislich ein „Bewegungstier“, und alles, was mit übermäßigem Rumsitzen (PC, Büro, TV) zu tun hat, das macht auf Dauer krank, wozu hier auch noch oft das Problem des Übergewichtes kommt.

Wichtig ist Drittens auch noch der psychisch-mentale Bereich. Es gilt, seine eigenen Leichen im Inneren zu therapieren und einen freien unbelasteten Geist zu erlangen.

Und nun noch mal zurück zum Geld. Wenn ich was in Richtung Gesundheit oder Altersvorsorge tun will, dann bitteschön in direkte Dinge investieren. Dann bezahlen ich eben regelmäßig meine Massagen selbst, anstatt zu bejammern, dass mir der Arzt keine aufschreiben will, da die Kassen das nicht übernehmen, dann gehe ich auf eigene Kosten zum Yoga, betreibe Ausdauersport oder buche hin und wieder mal ein Wochenende in einem Wellness-Hotel oder Ähnlichem und lasse mich verwöhnen.

Denn die beste Vorsorge ist, meinen Körper und meinen Geist gesund zu halten, Lebensfreude und positiven Lebenssinn zu erlangen und im Hier und Jetzt zu leben. Was wird auf Dauer am meisten Profit abwerfen? Wenn ich gesund bin und dies auch bleibe und mir mein Geld durch eigene Arbeit bis ins Alter selbst verdienen kann, anstatt mich am Ende über Krankheit und eine zu geringe Rente zu ärgern.

 

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