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Gedanken zu den Vorkommnissen beim G20 Gipfel

NACH DEN BRUTALEN VORKOMMNISSEN BEIM G20 GIPFEL GING MIR FOLGENDES DURCH DEN KOPF …

Solidarität mit den Polizisten zeigen
Ich glaube, ich war bisher scheinbar zu blauäugig in meinem Leben. Dachte ich doch, dass die Linken und die Alternativen die „Guten“ seien, und die Rechten die „Bösen“. Ich hatte mal gedacht, die Linken würden sich für eine sozialere und gerechtere Welt einsetzen – ähnlich wie es auch meiner inneren Haltung entspricht. Allerdings muss ich wohl meine Meinung bezüglich der „Guten Linksalternativen“ deutlich revidieren. Wenn das der Staat und die Zukunft sind, die sich aus deren Ideen ableiten, na dann prost Mahlzeit.
So viele hassverzerrte Gesichter, soviel Gewalt gegen wehrlose Dinge, und wie es die Videos zeigen, Spaß am Zerstören und Abfackeln, das macht einem Angst. Denn was passiert, wenn die Polizei nicht mehr die Oberhand behält, wenn marodierende Gruppen irgendwann meinen, auch außerhalb von derartigen Veranstaltungen sei die Welt ungerecht und die deshalb durch Städte ziehen, Dinge kaputt machen und Autos anzünden. Und es ist keine Polizei mehr da, die das verhindert?
Mir tun vor allem die einzelnen Polizistinnen und Polizisten leid, die sich sowieso schon wegen der ganzen Flüchtlingsproblematik und der ständigen Gewalt im Kontext von Fußballspielen bis an ihre Grenzen belasten. Und dann stehen sie dort, stundenlang, müssen sich bewerfen, anspucken und beleidigen lassen, und dürfen sich im Grunde noch nicht mal wehren, was ich in so einem Falle sogar als menschlich verständlich bezeichnen würde. Denn passiert mal etwas in diese Richtung, dann findet man sie auch gleich auf der Anklagebank von Monitor oder Panorama im Fernsehen wieder.
Deshalb finde ich, es ist dringend an der Zeit, den Beamten im Staatsdienst mal unsere Solidarität auszudrücken. Vielleicht auch sogar mal auf die Straße gehen für die Polizei; denn scheinbar wird das bei der ganzen Wut der Demonstranten auf sie vergessen: auch in den Uniformen ‚auf der anderen Seite‘ stecken Menschen. Deshalb hier zum Ende an die Alternativen“ ein Appell: wenn es euch wirklich um eine „bessere Welt“ geht, dann aber doch nicht so! Ich bin sofort auf eurer Seite, aber nicht mit Gewalt.

ICH FREUTE MICH SEHR ÜBER EINE SCHNELLE RÜCKMELDUNG …

das haben Sie sehr gut geschrieben.
In meinen 46 Polizeidienstjahren habe ich die meisten Grosseinsätze
in den großen Städten und Gorleben mitgemacht.
Ich könnte mehr als ein Buch darüber schreiben, muss aber immer wieder
feststellen, dass die Menschen vieles vergessen haben.
Neben Gorleben auch den Hamburger Kessel.
Kalkar 1 war wie Hamburg voll daneben, so wurde Kalkar 2 erfolgreich auf
dem offenen Feld ausgetragen, damit die Polizeikräfte Ausweichmöglichkeiten
hatten.
In Göttingen standen wir Anfang der 80-er mit den ersten weiblichen Kollegen
vor dem “schwarzen Block“. Als die Steine flogen mussten wir noch zusätzlich
auf diese jungen Polizistinnen aufpassen.
Wir waren Nasenspitze an Nasenspitze mit dem eingekesselten schwarzen Block
und wollten gerade das Gebäude räumen, da kam die Weisung HALT.
Später ging das Gerücht umher, dass im Gebäude wohl der Sohn vom Bürgermeister
war?
So könnte ich seitenweise schreiben und erzählen.
Ja, in der Uniform steckt ein Mensch und ich bin stolz darauf, dass ich viele von diesen Menschen respektvoll kennen gelernt habe.

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