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Einweihung (Elisabeth Haich)

Auch wenn das Buch auf den ersten Blick als überholt erscheint, so ist es für mich doch so etwas wie eine Art ‚Bibel‘ – ein Buch, welches ich mitnehmen würde, wenn man mich für ein Jahr auf eine einsame Insel verfrachten würde und es hieße, ich dürfe lediglich ein einziges Buch mitnehmen.

In dem Buch aus dem Jahr 1954 beschreibt die ungarische Yogalehrerin Elisabth Haich in Form eines mystisch-biografischen Romans Dinge, an die sie sich bei einer Rückführung in ein früheres Leben erinnert hatte. Es gibt auf der Welt viele Weisheits- und Einsichtsbücher, allerdings gibt es kaum eines, das dem Leser und der Leserin ein derart tiefes Wissen in die geheimen Abläufe der Welt verschafft. Die Handlung spielt im alten Ägypten, liegt also mehr als 3000 Jahre zurück. Aber für diejenigen, die nicht nur an der Oberfläche leben wollen, bietet es unglaubliche Einblicke. So erfährt man etwas über die eigentlichen metaphysischen Aufgaben des Mensch-Seins, darüber, was Satan ist, wie Heilung passiert, was Karma und Re-Inkarnation sind und vieles mehr.

Kurze Textpassage, wie in etwa das Buch erlebt werden kann. Es geht hier um Belehrungen vom Meister zum Schüler, vom Lehrer zum Unwissenden: „Wenn du wahres Wissen erlangen willst, musst du zuallererst dich selbst erkennen. Du hast bereits gelernt, dass Geben – die Ausstrahlung – das Gesetz Gottes, des Geistes ist, und Nehmen – die Zusammenziehung – das Gesetz der Materie. Alles, was geschieht, ist nur ein Streben nach dem verlorenen Gleichgewicht, nach dem verlorenen Paradies.“

Ich habe das Buch inzwischen zweimal gelesen, hatte es verlegt und jetzt tauchte es wieder auf. Ich werde es noch einmal lesen. Gerade auch unter dem Gesichtspunkt, dass sich das Aggressive in der Welt immer mehr ausbreitet, wäre es gut, wenn zunehmend mehr Menschen erkennen würden, warum wir wirklich da sind. Und eins kann ich verraten: wir sind sicherlich nicht geboren worden, um sich gegenseitig das Leben schwer zu machen. Auch nicht, um mit Beginn des Erwachsen-Werdens dem Geld hinterher zu laufen, sich Gegenstände zu kaufen und die Gedanken ständig um die Zukunft kreisen zu lassen.

Und so endet das Buch auch mit dem bedeutsamen Satz: „Das Selbst ist das Leben und die einzige Wirklichkeit, und wer in das Selbst eingeweiht ist, was soviel bedeutet, dass er sich selbst vollkommen erkannt hat, liebt alles und alle gleich, denn er ist eins mit ihnen.“

Vielleicht etwas schwer zu kapieren, wenn man sich noch nicht so sehr mit derartigen Themen beschäftigt hat. Trotzdem – einfach mal anfangen zu lesen, die Erkenntnis kommt mit dem Lesen; unabhängig, an welcher geistigen Stufe seiner eigenen Persönlichkeitsentwicklung man sich gerade im Prozess des ewigen Lebens gerade befindet.

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