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Anlässlich der Festtage vorweg…

… ein paar Anregungen zu Weihnachten
 
Man muss nicht Buddhist sein, um zu meditieren. Meditieren heißt im Grunde genommen erst mal nichts anderes, als sich ein wenig Zeit zu nehmen, sich so hinzusetzen, dass der Rücken einigermaßen gerade ist und dann versucht man, seinen Geist auf irgendein Objekt der Konzentration zu lenken.
Da wir ja wohl alle aus der christlichen Tradition kommen, gebe ich euch hier mal eine kleine Anregung, wie ihr Meditation, Weihnachten und Christentum unter einen Hut bringen könnt: Ihr nehmt euch etwas Zeit und setzt euch in Ruhe für eine kleine Meditation hin. Dann spürt ihr einige Atemzüge lang erst mal euren Körper, wie ihr da sitzt, wo ihr vielleicht noch verspannt seid etc. und dann achtet ihr auf den Atem – wie er kommt und wie er geht. Wie es sich in der Nase beim Einatmen und dann wieder beim Ausatmen anfühlt .. bis ihr noch ein wenig ruhiger innerlich geworden seid. Und ihr beginnt jetzt, beim Einatmen langsam „Je..“ und beim Ausatmen ein langgezogenes „sus..“ zu denken – beim nächsten Einatmen ein langgezogenes „Chris..“ und beim Ausatmen „tus..“ zu denken. Und dann bleibt ihr bei diesem Rhythmus: Je – sus … Chris – tus …. Je – sus … Chris – tus etc.
So lange, wie ihr Zeit oder Lust habt oder wie es sich gut bzw. intensiv anfühlt.
 

Nun noch eine kleine Steigerung der Schwierigkeitsstufe für diejenigen, die schon ein wenig geübter sind: ergänzend dazu könnt ihr beim langsamen bewussten Einatmen gedanklich beim Steißbein ansetzen und mit dem Einatemvorgang gedanklich die Wirbelsäule hochgehen bis zum Scheitel – und dann beim Ausatmen langsam wieder gedanklich runterwandern bis zum Steißbein. (nicht das Je – sus Chris – tus vergessen!)
Und wer es noch ein wenig steigern will: wenn ihr voll eingeatmet habt, dann kurz eine Pause beim Atmen einlegen und erst dann wieder ausatmen, wenn ihr ein kleines Sauerstoffdefizit verspürt. Nachdem ihr ganz ausgeatmet habt, kleine Pause und erst wenn der natürliche Atemimpuls wieder einsetzt, wieder einatmen .. das „Je“ denken und die Wirbelsäule hochwandern.

 
 
Und nun noch ein paar Worte zum Anlass des Schenkens: dieses Prinzip ist uralt und darin zu suchen, dass die Tätigkeit des Schenkens heilsam ist.
 
… Geben ist seliger denn nehmen …
 
Das heißt, dass der/die Schenkende hierdurch sich gutes Karma verschafft. Es brauchen gar nicht Geschenke zu sein, dies können auch „Aufmerksamkeit“ oder „Liebe“ sein. Der Grundgedanke kommt aus China und ist wohl schon 4000 Jahre alt. Hier in Europa verehren wir den Heiligen Nikolaus, der für das Prinzip des Gebens/Schenkens steht – also ein Vorgang, der hochspirituell ist.
 
So durchgeführt bekommt das Weihnachtsfest möglicherweise eine andere Bedeutung. Und wenn ihr das macht, dann seid ihr bestimmt dem wahren Geist des christlichen Weihnachtsfestes viel näher als mit allem anderen.
 
In diesem Sinne, ich wünsche euch ein frohes, besinnliches und achtsames Weihnachtsfest!
Herzlichst
Euer Eckart   

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